Dildo Materialien

Dildo Materialien und Materialienkunde

Dildos gibt es in verschiedenen Formen, Farben und Ausführungen. Gerade beim Dildo Material sollte man sich daher genau erkundingen, mit was man es genau zu tun hat. Gegebenenfalls können nämlich Allergien oder gesundheitliche Risiken auftreten, über die man nicht genau informiert wurden. Anders gesehen kann es allerdings auch einfach stimulierender sein, wenn man sich vorher beraten lässt, um dann das passende Material für sich selbst und seinen Partner zu finden. Hier möchten wir einige Details zu den populären Dildo Materialien erläutern.

Acryl Dildos

Acryl ist ein glasähnlicher Kunststoff und ist weitläufig unter dem Begriff “Plexiglas” bekannt. Plexiglas wird meist für Fenster oder Haushaltsgegenstände genutzt. Mittlerweile werden auch Dildos aus Plexiglas hergestellt.

Gesundheitlich gesehen sind Acryl Dildos absolut unbedenklich. Plexiglas Dildos sind sehr schön anzusehen, wenn man auch die richtige Reinigungsmethoden anwendet. So sollte man Schwämme o.Ä. ohne rauhe Oberflächen nutzen, um das schöne Acryl nicht zu zerkratzen. Da Plexiglas allerdings sehr wärmebeständig ist, kann man es für die Reinigung auch in heißes Wasser tauchen oder mit ein bisschen Duschgel und warmen Wasser abwaschen. Auf die üblichen Reinigungsmethoden sollte man verzichten, da diese das Plexiglas des Dildos durchaus trüben können.

Holz Dildos

Holzdildos birgen nicht halb so viele Risiken oder Gefahren, wie es sich die meisten Menschen vorstellen- natürlich können Holzsplitter gefährlich sein, allerdings ist die Wahrscheinlichkeit dafür gleich null, wenn man sich nicht selbst mit Messern oder scharfen Gegenständen daran zu schaffen machen.

Das gilt natürlich auch für andere Sexspielzeuge wie Vibratoren oder Buttplugs.

Bei dem verwendeten Holz kann es sich um kanadischen Ahorn oder der deutschen Buche handeln. Allerdings werden im Ausland auch andere Holzarten gebraucht. In Thailand sind Holzdildos sehr beliebt und werden aus Teakholz hergestellt.

Um bei der Wahl des Holzdildos auch sicher zu gehen, sollte man auf die DIN-Normen achten, die den Kinderspielzeug Normen entsprechen (DIN EN 71-3). Da Kinderspielzeug mit den strengsten Regeln bedacht ist, kann man sich so eigentlich sicher sein, dass man auf einer gefahrlosen Seite steht. Für diese DIN-Regelunge wird die Oberfläche wiederholte Male feingeschliffen und abschließend mit einem speziellen Öl versiegelt. Dabei entsteht die besondere Eigenschaft von Holz, welches Speichel und Schweiß gegenüber resistent ist und eine hohe Kratzfestigkeit aufweist (DIN 68861).

Holz Dildos und andere Holzsexspielzeuge haben auch einen wesentlichen Vorteil den Kunststoffspielzeugen gegenüber: Sie nehmen schneller die Körpertemperatur an und fühlen sich auch angenehmer auf der Haut an (bedingt durch die Oberflächenbehandlung).

Gesundheitlich gesehen sollten alle Vorurteile deswegen aufgeräumt sein! Bei bewusster und geeigneter Pflege kann hier nichts schief gehen.

Jelly Dildos

Jelly ist ein PVC-Kunststoff, der auch mit Weichmachern angereichert wird (Jelly enthält bis zu 30% Phtalate, also Weichmacher). So bleiben sie zwar soft und flexibel, allerdings haben diese Phtalate hormonähnliche Eigenschaften, die von den Schleimhäuten aufgenommen werden. Das widerrum führt gegebenenfalls zu gesundheitlichen Schäden.

Jelly riecht anfangs auch recht unangenehm, was an den Nebenprodukten der PVC-Produktion liegt bzw. an den Lösungsmittelresten (z.B. Toluole). Dieser Geruch bleibt zwar nicht, kann aber störend sein.

Dieser Kunststoff wird nicht nur für Dildos, sondern auch für Vibratoren, Buttplugs (Anal Plugs), Penisringe und anderem Sexspielzeug verwendet. Aber nicht nur bei Sexspielzeug, sondern auch bei Gebrauchsgegenständen oder Schuhwerk (Flip Flops, Sandalen) ist das umstrittene Material “beliebt”. Für Kinderspielzeug, Lebensmittelverpackungen oder medizinischen Produkten ist das Jelly Material schon vor Jahren verboten worden. Hier sollte man also unbedingt die Risiken einschätzen können und wenn möglich auf Jelly als Sexspielzeug Material verzichten.

Latex Dildos

Latex wird aus dem Saft des Gummibaums gewonnen und ist damit ein absolutes Naturprodukt ohne weitere Zusatzstoffe. Die Reinigung von Latex ist etwas aufwendiger (siehe Dildo Reinigung und Pflege), allerdings lohnt sich der Aufwand. Das Gefühl und die angenehme Oberfläche sorgen bei jeder sexuellen Nutzung für einen außerordentlichen Spaß.

Für die Pflege ist zu beachten, dass Latex nach dem Reinigen mit Silikonöl eingerieben wird. Die Latexfeinde sind UV-Strahlen, die es porös werden lassen.

Auch sollte man auf fetthaltige Öle oder Cremes bei der Benutzung von Latex verzichten. Latex ist nur bedenklich für Menschen mit einer Latexallergie. Ansonsten wird Latex auch oft für Bekleidung benutzt.

PVC Dildos

PVC (chemisch Polyvinylchlorid) ist ein thermoplastischer Kunststoff. Ab einer bestimmten Temperatur lässt sich das Material leicht in Form bringen. Das eigentliche Rohmaterial ist spröde und hart (und weiß- lässt sich allerdings sehr einfach einfärben).

Je härter das PVC Produkt, desto unbedenklicher ist es. Das liegt daran, dass bei harten Produkten auf die Weichmacher, die sogenannten Phthalate verzichtet wird (Phthalate sind giftig und können zu gesundheitlichen Problemen führen). Außerdem wirkt Plastik elektrostatisch und zieht damit Baktieren und Keime an. Auf PVC sollte man in der Regel bei einer größeren Auswahl verzichten, bei der richtigen Behandlung und harten Produkten sollten hier aber keine Probleme auftreten.

Pyrex Glas Dildos

Wie auch beim Holz sind Vorurteile gegenüber Glassexspielzeug recht hoch. Doch muss man wissen, dass Glas eigentlich das hygienischste Material ist, das man für Dildos oder Vibratoren benutzen kann. Glas ist porenfrei und leicht zu desinfizieren, also ein wesentlicher Vorteil den Kunststoff oder Latexprodukten gegenüber. Leider gibt es oftmals die Bedenken, dass Glas ungesehen splittern könnte und damit Verletzungen verursacht. Bei einer richtigen Pflege passiert das jedoch mit Sicherheit nicht.

Doch geht es hierbei nicht um das gewöhnliche Glas, sondern um Pyrex Dildos oder Vibratoren. Pyrexglas ist splittersicher (außer man lässt es natürlich auf harten Boden fallen), hitzebeständig, bruch- und feuerfest.

Übrigens ist Pyrex ein Markenname- das Äquivalent im Deutschen ist das Jenaer Glas. Pyrex/Jenaer Glas wird auch für Laborgeräte und optischen Produkten genutzt.

Aber nicht nur die Sicherheit kann überzeugen, sondern auch die Hygiene und die Ästhetik sprechen bei Pyrex-Dildos für sich. Allerdings ist Pyrex Glas für erotisches Sexspielzeug ausschließlich durch die Firma Phallix zu bekommen, die eine besondere Vereinbarung mit dem Patentinhaber Corning verfügt. Klar ist die Pyrex-Glas Variante teurer als die herkömmlichen Kunststoffe, dennoch sollte man nicht daran sparen. Immerhin wird der Körper mit den Materialien eines Dildos penetriert. Da sollte man schon wissen, was man eigentlich benutzt.

Somit können wir ganz persönlich den Pyrex Dildo empfehlen, der es auch erlaubt, verschiedene erotische Spiele mit Wärme auszuprobieren (z.B. den Dildo in der Mikrowelle erwärmen oder in der Tiefkühltruhe abkühlen lassen).

Silikon Dildos

Silikon Dildos sind, vorneweg gesagt, nicht ganz so einfach zu reinigen, da das Material porös ist und sich so Bakterien ansammeln können. Allerdings ist es wärmebeständig und völlig unbedenklich was die Gesundheit angeht. Silikon wird ja nicht umsonst für die kosmetische Hautpflege oder beispielsweise auch für Implantate (Silikonbrüste) genutzt.

Ein großer Vorteil des Silikon ist dass der Körper (also das Immunsystem) gar nicht darauf reagiert, anders als bei den kohlenstoffbasierten Kunststoffen. Das wirkt sich natürlich auch auf den Preis aus, aber Qualität kostet eben etwas mehr. Gesundheitlich gesehen kann man daher auch hier auf der sicheren Seite sein.

Edelstahl Dildos

Edelstahldildos sind schwerer als ihre Kollegen unter den Materialien, was sich auf die Masturbation vielleicht störend auswirkt. Allerdings sollte man auf jeden Fall darauf achten, dass es sich bei dem Material um medizinisches Edelstahl handelt, sodass es rostbeständig und nickelfrei ist.

Edelstahl ist ungiftig und damit auch für Dildos völlig unbedenklich.

Cyberskin Dildos

Der amerikanische Sextoyhersteller Topco hat diesen hautähnlichen Dildo entwickelt. Allerdings werden nicht nur Dildos aus Cyberskin hergestellt, sondern mittlerweile auch Vibratoren, Puppen und anderes erotisches Spielzeug.

Cyberskin ist ein aufgeschäumter Kunststoff. Er ist anschmiegsam, hautähnlich, biegsam und sehr weich, was zu einer hohen Realität führt. Die Körpertemperatur wird sehr schnell angenommen und es fühlt sich an wie echtes, menschlisches Fleisch. Cyberskin Dildos sind eigentlich eine Kopie echter menschlicher Haut.

Das Material ist super flexibel, ändert seine Form aber stets problemlos in seinen Ursprung zurück. Bei sorgfältiger und gründlicher Pflege ist das Cyberskin Material absolut empfehlenswert, da es quasi auch ewig hält.

Vorteil ist hier auch die naturgetreue Nachahmung einer Erektion, ohne das Gefühl von weicher Haut zu verlieren. Auch die Optik kann sich im wahrsten Sinne des Wortes sehen lassen: Wenn man es so will, sieht ein Cyberskin Dildo aus wie ein echter Penis.

Erwähnenswert ist hier, dass man dieses Material nicht ohne Gleitmittel benutzen sollte, da es sonst aufreissen kann. Von ölhaltigen Gleitgels sollte abgesehen werden, auf Silikon- oder Wasserbasis gibt es jedoch keine Probleme.

Futorotic Dildos und Futorotic Plus Dildos

Auch hier wurde, wie beim Cyberskin Material, die menschliche Haut nachgeahmt. Sexspielzeug aus diesem Material besteht zu 80% aus Silikon, der Rest besteht aus PVC für die Festigung des Produktes.

Allerdings birgt das Material auch viele Nachteile in sich. Es ist extrem porös und damit ein Nährboden für Mikroben und ein guter Sammelplatz für Staub. Wer seinen Futorotic Dildo länger schon nicht benutzt hat, sollte ihn unbedingt vorher reinigen. Aufbewahrt werden sollte er unbedingt an einem kühlen, trockenen Ort, da die UV-Strahlung den Dildo beschädigen kann.
Sehr empfehlenswert ist der Futorotic Dildo nicht, allerdings gesundheitlich gesehen bei richtiger Pflege unbedenklich.



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