Gesellschaft
Die Gesellschaft und ihr Blick auf die Masturbation
Vor der christlichen Zeit galt die Masturbation als völlig natürliche und selbstverständliche Komponente des menschlichen Sexualverhaltens. Erst später, in der Zeit der römisch-katholischen Kirche (also im Mittelalter), wurde die Masturbation wie jede Form der sexuellen Aktivitäten, die nicht zur fortpflanzung ausgeführt wurden, als Sünde angesehen.
Im 17. und 18. Jahrhundert, also im Zeitalter der Aufklärung, ist trotz der Ironie des Begriffes die Masturbation keineswegs aufgeklärt worden. Sie wurde stattdessen als Gefahr und selbstzerstörerische Methode verurteilt, die unnatürlich sei. Noch später, Ende des 18. und 19. Jahrhunderts, hatte sich ganz Europa gegen diese soziale Gefahr gewendet. Jahrzente danach sollte kleinen Jungs noch erzählt werden, dass das Onanieren zu Blindheit, Krebs und Lepra führte. Das stärkste moralische Argument fand man darin, dass die Masturbation den Masturbator von der Gesellschaft ausschloss, weil er dazu keinen Partner benötigte.
Erst mit Sigmund Freud und dem späten 20. Jahrhundert lockerte sich der Umgang. Heute können Jugendliche in der westlichen Welt das Thema fast tabulos anschneiden, auch wenn es immer noch nciht beliebt oder tatsächlich offen besprochen wird. Allerdings ist es in vielen Teilen der Welt immer noch eine Sünde, sich selbstzubefriedigen. In einigen Gegenden Afrikas werden kleine Mädchen sogar an der Klitoris beschnitten, um keine angenehmen Gefühle beim Sex oder beim Onanieren zu verspüren. Diese Verstümmelung ist zuwider den Menschenrechten und wird von vielen Seiten kritisiert.
Ausführlichere Informationen gibt es auch bei Wikipedia.
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