Pornofilme
Pornofilme: Die verschiedenen Porno-Genres
Bis 1975 waren Pornofilme in Deutschland gesetzlich verboten. Natürlich unterliegen auch Pornos heutzutage Regeln, wie zum Beispiel dem Jugendschutzgesetz. Außerdem ist „harte Pornografie“ verboten. Unter diesen Begriff fällt die Darstellung von sexueller Gewalt sowie Kinderpornografie etc.
Die Anfänge des Pornofilms
Der wohl älteste noch erhaltene pornografische Film stammt aus dem Jahr 1896 und heißt „Le Coucher der la Marie“. In deutschsprachigen Ländern dominierte um Anfang des 20. Jahrhunderts eine Mischung aus Humor und Erotik im Pornofilmbereich.
Die neuen Möglichkeiten der visuellen Darstellung von Erotik erregten die Gemüter so stark, dass bereits 1910 eine internationale Konferenz in Paris zur Eindämmung pornografische Filme stattfand. In Deutschland sorgten insbesondere Wanderkinos bis in die Mitte des 20. Jahrhunderts für die Verbreitung von Erotikfilmen, die oftmals am letzten Abend des Aufenthalts ihr erotisches Filmmaterial dem meist männlichen Publikum präsentierten.
Interessanterweise wurden wohl die meisten erotischen Filme Anfang des 20. Jahrhunderts in adeligen Kreisen produziert – denn nur diese Schicht verfügte über ausreichende finanzielle Mittel. Dies gilt für die Zeit von pornografischen Stummfilmen, von denen die meisten jedoch verloren gegangen sind.
In den USA sprach man von „stag films“, wobei „stag“ mit Hirsch übersetzt werden kann, jedoch auch mit Junggeselle. Diese wurden Anfang der 1940-iger Jahre verboten und mussten somit auf illegale Weise produziert und vertrieben werden.
Die Entstehung der Pornofilmindustrie
Bis Anfang der 1970-iger Jahre besaßen Pornofilme eine Länge von 5 – 20 Minuten und waren meist stumm und in schwarz-weißer Farbe. Erst danach entstanden professionellere Produktionen mit mehreren Kameras und verschiedenen Szenen.
In den darauffolgenden Jahren etablierte sich der das Genre des Pornofilms immer mehr zu einer Industrie. So wurden in 2006 in Deutschland mehr als 1000 Pornofilme pro Monat produziert bei einem Umsatz von knapp 1 Milliarde Euro.
Die verschiedenen Porno-Genres
- Adaptionen: Die Titel dieser Pornofilme regen zum schmunzeln an, denn hier wird das Thema von Mainstream-Kinofilme aufgegriffen und auf sexuelle Weise interpretiert. Beispiele hierfür sind „Aladdin und die wunde Schlampe“, „Pulp Fickschön“ oder auch „RoboCock“.
- Amateurfilm: Bei Amateur Pornofilmen liegt der Reiz darin, dass es sich nicht um eine hochglanz professionelle Pornoproduktion handelt, sondern um ein Film, der quasi den Nachbarn von nebenan, beim sexuellen Vergnügen darstellen könnte.
- Artcore Pornos: Wortspiel aus Hardcore und Art (=Kunst). Ein Pornofilm mit einem gewissen künstlerichen Anspruch, der sich meist durch besondere Schnitte, Zeitlupen oder ähnliches auszeichnet.
- Bisexuelle Pornos: Obwohl Bisexualität im richtigen Leben sowohl den Mann als auch die Frau betrifft, bezeichnet diese Pornofilmgenre ausschließlich Filme, in denen Männer bisexuelle Handlungen ausführt. Dies schafft einen Kontrast zu normalen Pornos, in denen zumeist Frauen bisexueller Handlungen vornehmen.
- Black Pornos: Dieser aus den USA stammende Begriff bezeichnet Pornos mit auschließlich farbigen Darstellern. Meist beschränken sich diese Filme auf die ausführlich Darstellung einer Sexszene – zum Beispiel dem Oralverkehr, dem Analverkehr oder Doggy-Style Sex.
- Bukkake Pornofilme: In Bukkake Filmen ejakulieren verschiedenen männliche Darsteller einer oder mehreren Pornodarstellerinnen in das Gesicht bzw. auf den Oberkörper.
- Gonzo Pornos: In Gonzo Filmen nimmt der Regisseur – aktiv für den Zuschauer sichtbar – am Geschehen Teil, sei es in dem er Handlungsanweisungen von sich gibt oder durch seine aktive Teilnahme am Geschlechtsverkehr. Darstellerinnen innerhalb dieses Genre verfügen meist nicht über das Aussehen eines typischen Pornostars, sondern bestechen eher durch ihre Natürlichkeit.
- Nummern Pornos: Auch Nummern-Filme genannt. Die Bezeichnung nimmt es bereits vorweg, hierbei handelt es sich um eine Aneinanderreihung von Sexszenen ohne eine übergreifende Storyline.
- Pärchen bzw. Couple Pornos: Solche Filme zeigen Sex zwischen lediglich 2 Darstellern. Manche Zuschauer, insbesondere Pärchen, empfinden diese Pärchen Pornos als angenehmer und realistischer.
- Reality Pornos: Diese Art von Pornofilmen suggerieren, dass es sich bei einem Teil der Darsteller um Menschen aus dem „richtigen“ Leben handelt, die spontan auf der Straße angesprochen und scheinbar ohne Mühe zu sexuellen Handlungen bewegt werden.
- Spielfilm Pornos bzw. Features: Wohl die bekannteste Form von Pornos. Die sexuellen Handlungen von verschieden Darstellern werden in eine – meist begrenzt einfallsreiche – Rahmenhandlung aufgenommen. Jede sich bietende Möglichkeit wird zur Darstellung von Sex genutzt.
Gratuliere zur tollen Seite!
JR